Es ist einfach Fakt! In der Playoff wird Eishockey wieder neu erfunden. War im Grunddurchgang die Intensität noch ausbaufähig, so wird in den „Play Offs“ um jeden Millimeter an Vorteilen gekämpft und die Zweikämpfe bzw. Checks beinhart bis zu Ende durchgezogen. Das Körperspiel wird von den Schiedsrichtern vermehrt zugelassen und nur noch gröbere Fouls und Unfairheiten geahndet.

Was aber läßt sich davon für Hobby-Eishockespieler oder Einsteiger ableiten?

1…einfaches Eishockey

Technische Zaubereien und Tricksereien werden weggelassen. Einfaches, geradliniges und schnörkelloses Spiel werden gesucht. Natürlich dürfen auch einmal ein paar Schnörkeleien dazu – es soll doch Spaß machen. Aber um Erfolge auf dem Eis zu erzielen, ist geradliniges Spiel der dauerhaft vielversprechendere Weg.

2…Körperspannung

Selbst wenn bei Einsteigereiszeiten üblicherweise kein Körperspiel, bzw. keine Checks gemacht werden, so ist es dennoch wichtig nicht zu vergessen, daß Eishockey eine Kontaktsportart ist. Ein Check kann durch das Fahren oder Abdrehen in die falsche Richtung auch unabsichtlich passieren. Umso wichtiger: Köperspannung.

3… Zug zum Tor

Es ist der Bereich, von dem aus die meisten Tore – vor allem in Hobbypartien – passieren: der Slot. Also der Bereich vor dem Tor. Natürlich ist an der Bande oder in den Ecken mehr Platz und mehr Zeit zu agieren. Doch den Zug zum Tor entwickeln ist vor allem für Stürmer wichtig.

4…einfache Fehler vermeiden, bzw. aus solchen rasch lernen

Er ist in den Play Offs ein Dauerbrenner: Fehler beim Spielaufbau an der blauen Linie (eigene oder der des Gegners), schneller Gegenzug, bumm, Tor. Aus Stochereien, Drucksituationen oder 1 gegen 1 Situationen können immer wieder Tore fallen. hier sind selten taktische individuelle Fehler das Problem. Wohl aber bei Aktionen als letzter Mann (Schuß am bereits blockierenden Gegenspieler vorbei versuchen) oder auch beim Eindringen ins gegnerische Drittel mit Schwung. Wird hier die Scheibe verloren, hat der Gegner den Vorteil mit Schwung losfahren zu können.

5…mental bereit sein

Neben einer gewissen Körperspannung und einem grundsätzlich notwendigen Energieniveau (niemals hungrig Eishockey spielen), ist auch die mentale Bereitschaft wichtig. Eishockey eignet sich perfekt um Alltagsstreß oder Sorgen zumindest für eineinhalb Stunden zu vergessen. Spätestens beim Warm up sollte man sich auch geistig auf das bevorstehende Spiel einstellen. Sonst kann es schnell schmerzhaft oder frustrierend werden.

…wir beobachten die unterschiedlichen Play Offs weiter und werden versuchen weitere „Lehren daraus zu ziehen“, nehmen aber auch gerne Anregungen und Anmerkungen entgegen.