Warum bekomme ich als Anfänger nie einen Pass von den besseren Spielern?

Diese Frage stellen sich immer wieder Eishockey-Novizen. Dabei ist die Antwort meist in zwei einfachen Dingen zu finden.

  1. Steh nicht herum!
  2. Gib den Schläger aufs Eis!

Diese Antwort klingt banal, aber umso genauer trifft sie den Kern des Problems.

Für fortgeschrittene Spieler ist es immer wieder ein Problem, wenn ein oder zwei komplette Anfänger in ihrer Linie spielen. Das hat aber nichts mit persönlicher Chemie oder zwischenmenschlichen Problemen der Mitspieler zu tun, sondern vielmehr mit der Denk-, Spiel- und Aktionsgeschwindigkeit der unterschiedlichen Beteiligten.

Während jene Verteidiger und Stürmer, die schon besser spielen können, bereits mit der Befreiung aus dem eigenen Drittel und dem Aufbau des Angriffs beschäftigt sind, mühen sich Anfänger meist noch damit ab, herauszufinden was sie eigentlich als nächstes tun sollen.

Jene Cracks mit relativ gutem Spielverständnis, werden sich zumindest in die richtige Richtung aufmachen und versuchen sich frei zu laufen. Jene, die damit jedoch überfordert sind, warten meistens darauf, dass etwas passiert.

Bleib in Bewegung

Spieler, die am Eis nicht in Bewegung sind, sondern auf einem Fleck stehen und warten, bis der Puck zu ihnen kommt, warten fast immer umsonst. Denn, wenn sie schon einmal angespielt werden, ist meistens auch schon der gegnerische Verteidiger da und mit dem Puck in die Gegenrichtung unterwegs.

Anders als beim Aufwärmen, wo einfaches Passen von Spieler A zu Spieler B auch mal im Stehen passiert, funktioniert das im Spiel nur in Bewegung. Denn Eishockey ist kein Schachspiel, bei dem der Gegner wartet, bis du deinen Zug oder deine Bewegung gemacht hast.

Außerdem liegt da auch das Problem von Anfängern, dass sie den Eindruck haben der Gegner wäre immer schon bei ihnen, wenn sie sich erst mal in Bewegung setzen, begraben. Denn der Gegenspieler, der bereits in Bewegung ist, hat mehr Geschwindigkeit und hat damit den entscheidenden Vorteil.

EISHOCKEY.CC TIPP: Egal wie unwohl du dich dabei fühlst, versuche während deiner Shifts niemals an einem Platz zu stehen, sondern immer in Bewegung zu sein!

Schlägerblatt aufs Eis

Nun zum zweiten Teil des Problems: Kommt zwischendurch einmal ein Puck zum Anfänger, kann dieser den Puck nicht oder nur ganz schlecht annehmen. Warum ist das so?

Neben dem Problem der fehlenden Bewegung haben Anfänger meist den Schläger in beiden Armen und damit nicht am Eis. Für die Mitspieler bedeutet das: „ich bin nicht anspielbar!“ Wenn dennoch ein Puck in deine Richtung kommt, braucht es einige Zeit den Schläger auf das Eis zu geben und meistens ist der Puck dann auch schon vorbei und landet beim Gegner. Auch das Problem, dass die Pässe immer hinter dir landen, hängt damit zusammen.

Richtig wäre es, wenn du den Eishockeyschläger mit einer oder beiden Händen – es hilft wenn du den Schlägerschaft mit beiden Händen eher am Ende umfaßt – hälst, aber die Schlägerschaufel dabei in Bewegungsrichtung am Eis auflegst. Damit wissen deine Mitspieler, dass du mit einem Pass rechnest und haben dazu auch einen Punkt zum Anvisieren.

Dadurch werden sie in der Regel auch den Pass in die richtige Richtung, nämlich in deine Bewegungsrichtung spielen und Pässe meistens zielgenauer ankommen.

EISHOCKEY.CC TIPP: Gib den Schläger so oft es nur möglich ist aufs Eis und du wirst mit Sicherheit öfter die Scheibe bekommen.

Unser Fazit: Wenn du nun den Eindruck hast, dass das Spiel für dich mit diesen Tipps intensiver und anstrengender wird, können wir dich großteils beruhigen. Immer wieder aus dem Stand anfahren zu müssen, ist gleich anstrengend, als in Bewegung zu bleiben. Für manche ist der Schläger auch ein Hilfsmittel fürs Gleichgewicht halten und damit wird diese Umstellung nicht sofort immer gelingen. Dennoch zahlt es sich aus, wenn du dich auf diese zwei Dinge konzentrierst – dein Spiel und damit der Spaßfaktor am Eis verbessert sich damit garantiert!

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