Für jene Eishockey-Einsteiger die sich für die Verteidiger-Position entschieden haben, gibt es eine Reihe von Dingen zu beachten (wie natürlich für Stürmer auch). Ein „Imageproblem“ ergibt sich oft daraus, dass ein Fehler eines Stürmers im Angriffsdrittel meistens noch kein Problem ist – ein Fehler eines Verteidigers im eigenen Verteidigungsdrittel aber oft mit einem Gegentor endet.

Wir geben euch in den nächsten Wochen einige Tipps aus unserer persönlichen Erfahrung (also keine Fach- bzw. Trainer-Tipps), die einem Verteidiger helfen seinen Job besser zu erledigen. Zum leichteren Verständnis und damit die Tipps leichter zu verarbeiten sind, geben wir euch die Tipps gestaffelt in „Portionen“.

#1 Bleibe im Gleichgewicht

Im Unterschied zum Eishockey-Stürmer, muß der Eishockey-Verteidiger sowohl nach vorne, als auch sehr oft rückwärts und seitwärts eislaufen. Anfänger und Einsteiger tun sich hier oft mit dem Gleichgewicht bei Wendungen bzw. beim Umsteigen von vorwärts auf rückwärts und umgekehrt, schwer.

Diese Wendungen solltet ihr unbedingt in eigenen Eislauf-Einheiten, oder zumindest beim Warm Up ganz gezielt trainieren. Denn wer aus dem Gleichgewicht kommt, nimmt den Schläger meistens vom Eis und ist nicht „aktionsbereit“ – und folglich immer einen Schritt zu spät dran. Zum Wenden gehören auch gezielte Stops und schnelle Richtungswechsel – die mittels Liniensprints geübt werden können.

#2 Halte die Position

Im Gleichgewicht zu bleiben kann aber auch noch das taktische Verhalten betreffen. Speziell für noch nicht so sichere Verteidiger sollten offensive Vorstöße eher die Ausnahme sein.

Gerade bei Hobby-Teams ist das taktisches Verständnis für Spielsituationen oft nicht sehr ausgeprägt. Viele Stürmer (vor allem Einsteiger) erkennen kaum, wann sie die Position eines Verteidigers übernehmen sollen – nämlich dann, wenn dieser einen Vorstoß ins Angriffsdrittel unternimmt.

Daher heißt es besonders zu Beginn – eher etwas passiver, defensiver spielen. Der Vorteil dabei: Man erkennt meist ganz gut, wann ein Gegenangriff gestartet wird, und kann sich schon mal in die passende Defensivposition und Rückwärtsbewegung bringen.

#3 Jeder seinen Mann

Besonders im Verteidigungsdrittel gilt: Jeder verteidigende Spieler (also auch die drei Stürmer) kümmert sich um einen Gegenspieler. Damit sollte an und für sich keine „Überzahlsituation“ für die anstürmende Mannschaft entstehen.

Nun kommt es also auf die Zweikämpfe Mann gegen Mann an. Für die Verteidiger gilt es hier die Stürmer vom Tor und dem zentralen Bereich vor dem Tor fernzuhalten bzw. wegzudrängen. Wichtig dabei ist es als Verteidiger zwischen Stürmer und Tor zu bleiben.

Ist der Puck erst einmal erobert gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Unter Druck heißt es den Puck möglichst sicher aus dem eigenen Drittel zu spielen um auch die gegnerischen Spieler zum Verlassen der Zone zu zwingen. Die in vielen Fällen „sicherste“ Möglichkeit hierfür ist es, den Puck die Bande entlang zu spielen. Ein absoluter „Kapitalfehler“ ist es (meistens) den Puck durch die Mitte vor dem Tor zu spielen.

Die Chance, daß ein gegnerischer Spieler den Puck hier abfängt und direkt auf das Tor ziehen oder schießen kann ist sehr groß. Die zweite Möglichkeit: Wenn kein Forecheck bzw. Druck durch die Gegenspieler gegeben ist, mittels kontrolliertem Spielaufbau den Puck aus der Verteidigungszone spielen.

Hier ein Video mit einigen Erklärungen (englisch)

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Hier findet ihr die Tipps #4-6 für Verteidiger.

Viel Spaß beim Umsetzen – Mehr Tipps auch für Stürmer und Goalies auf www.eishockey.cc