Mittlerweile bist du als Leser unserer Serie ja fast schon ein Hobby-Eishockey-Psychiater (beim Abschlußtest mußt du einfach um ein paar Hütchen rumfahren). Zum Abschluß unserer dreiteiligen Serie haben wir noch ein paar Eishockey-Spinnereien „de luxe“, also Leckerbissen für euch.

Der Egoist

Wie weithin bekannt ist, versteht sich Eishockey als Mannschaftssport. Dennoch findest Du immer wieder Spielertypen, die einfach niemals abspielen. Sie sind der Albtraum einer lustigen, geselligen und spaßorientierten Eishockey-Runde.

Sie sind meistens spieltechnisch etwas besser als der Rest der Truppe. Sie wollen meistens alle Gegner alleine überspielen, drehen dann aber noch zur Sicherheit 2 bis 3 Ehrenrunden im gegnerischen Drittel, bis sie dann doch den Puck verlieren. Sie sind dann aber meistens zu müde oder zu desinteressiert, einen ordentlichen Backcheck zu fahren.

Ganz im Gegenteil: Notfalls werden nicht nur die gegnerischen Spieler, sondern auch Mitglieder der eigenen Mannschaft gegen die Bande gedrängt, um den Puck dann im Alleingang gezielt in Richtung gegnerisches Tor zu befördern.

Der Selbstlose / der Sheriff oder auch Goon

Ganz anders als beim Egoisten, liegt die Sache beim Eremophobiker. Der hat Angst, einsam oder völlig auf sich selbst gestellt zu sein. Da er gern viele Leute um sich schart, findest Du ihn beim Eishockey in den größten Rangeleien.

Er geht grundsätzlich immer dazwischen, wenn sich andere Teamkameraden in Meinungsverschiedenheiten finden. Außerdem drängt er sich beim Torjubel immer in die Mitte und kann auf der Spielerbank schon fast aufdringlich nahe rücken, denn Körperkontakt ist für ihn eine Notwendigkeit.

Der Dentophob

Unverständlicher Weise schützen sich immer mehr Spieler nicht nur mit Halbvisier, sondern gleich mit vollem Käfig vor dem Gesicht. Nicht erst seit den diversen Selfies von Liga-Profis mit ausgeschlagenen Zähnen ist bekannt, dass ein herzhafter Biss in den Puck weniger gut für die Zähne ist.

Da läßt sich eine dezente Dentophobie, also die Angst vorm Zahnarzt durchaus verstehen. Besonders arge Fälle versuchen sogar so etwas wie pazifistisches, also komplett gewaltfreies Eishockey zu propagieren.

Da kann es schon mal vorkommen, daß diesen Eishockey-Pazifisten ein Wechsel in eine andere, weniger gefährliche Sportart wie Synchronschwimmen oder Softball empfohlen wird.

Und schlußendlich gibt es da noch eine Legende, der wir selbst bisher noch nie begegnet sind (warum wohl):

Den Cryophobiker

Sie erkennst du ganz einfach daran, dass sie erst gar nicht Eishockey spielen. Sie fühlen sich eher bei +30° im Schatten wohl und wenn sie sich mal in eine Eishalle verirren, sind sie mit Sicherheit diejenigen, die mit 2-3 langärmligen Shirts, doppelter langer Unterhose und Wärmekissen in den Eishockeyschuhen spielen.

Man könnte auch meinen, sie hätten ADHS, da sie niemals stillstehen, ständig in Bewegung sind, um zu vermeiden, dass ihnen kalt wird. Außerhalb des Spiels tragen Cryophobiker Fleece-Jacke und Pudelmütze, selbst dann, wenn andere schon mit kurzärmligen Shirts Eis essen gehen.

Auf der Spielerbank fallen solche Frostbeulen insbesondere durch ihr fortwährendes Zähneklappern auf, zumindest diejenigen, die noch nicht getrennt von ihren Zähnen schlafen.

 

In welche Kategorie wir selbst fallen, versuchen wir noch immer rauszufinden. In welche würdet ihr euch einordnen? Wenn ihr nicht mehr alles im Kopf habt: hier könnt ihr nochmals in Teil 1 und Teil 2 nachlesen.