Manche „Hardcore-Hobby-Hakler“ sind bis Anfang September sicher schon mehr als 10 Mal auf dem Eis gestanden. Doch für das Gros an Hobby-Spielern fängt die Eishockey-Saison ab Anfang September schön langsam an.
Nach der Sommerpause stellen sich natürlich ein paar Fragen: Und, wie sieht es nun aus, mit der allgemeinen und der spezifischen Fitness, mit den Stickhandling-Skills und dem taktischen Know How, das über die Sommermonate aufgebaut wurde. Oder etwa nicht?
Na ja. Aber es ist zu Saisonstart ja nicht unbedingt das Ziel, schon in „Playoff-Form“ zu sein. Vielmehr fängt mit der ersten Einheit die Saison an – und das sollte gleich ein Wegweiser für die neue Saison sein. Damit dir in den ersten Einheiten nicht gleich die Luft ausgeht, oder noch schlimmer, die Lust vergeht, kannst du mit ein paar Dingen vorbauen.

Tipps für den leichteren Saisoneinstieg

  1. Nimm dir nicht zu viel vor! Ob deine Saison „erfolgreich“ wird oder nicht, entscheidet sich nicht in der ersten Eiszeit. Das ist doch logisch? Eigentlich schon, aber wie es auch bei den NHL Profis so ist: In der ersten Eiszeit wird abgeklärt, wer in der ersten Linie spielt, wer in der zweiten, und wer das Bier holen darf 😛 Also nicht aus der Reserve locken lassen.
  2. Konzentriere dich darauf ein gutes Gefühl für das Eis zu bekommen. Wie fühlt es sich an in den Eisschuhen zu stehen? Wie beweglich fühlst du dich? Hast du flinke oder schwere Beine? Hast du schon ein paar Stopps, Antritte und scharfe Kurven probiert?
  3. Erwarte nicht, daß deine Mitspieler schon alle „on top of the game“ sind. Fehlpässe, verjuxte Chancen und vor allem schnell ermüdete Spielgefährten sollten in der ersten Eiszeit keine Streitpunkte sein. Das gilt natürlich in beide Richtungen. Lieber nach der Eiszeit bei einem gemütlichen Kabinenbier über die Sommererlebnisse plaudern, als gleich zu Saisonbeginn Manöverkritik äußern.
  4. Halte deine Shifts zu Beginn eher kurz, damit du nicht schon zur Hälfte der Eiszeit K.O. bist. Versuche dabei möglichst den Überblick für die Eisfläche zu bekommen und auch ein Gefühl für das richtige Timing. Ungestüme, kämpferische Shifts solltest du vermeiden – du hast noch eine lange Saison vor dir. Da kannst du noch viel Energie loswerden.

Und wie ist das dann nach der ersten Eiszeit mit dem Muskelkater?

Na den wirst du ziemlich sicher spüren. Aber auch hier gibt es ein paar Tipps, wie der nicht zu stark ausfällt:
  1. Baue bewußt ein Cool Down ein. Idealerweise solltest du die letzten fünf Minuten der Eiszeit dafür nutzen, gemütlich auszulaufen und die Milchsäure etwas aus den Muskeln zu bekommen.
  2. Nicht Dehnen! Nach der für deinen Körper intensiven (weil momentan ungewohnten) Einheit solltest du nicht direkt danach dehnen. Damit würdest du nur die Muskelfasern unnötig belasten und eventuell sogar zusätzlich schädigen.
  3. Trinken, trinken, trinken. Versuche ausreichend isotonische Getränke zu dir zu nehmen. Nach der Einheit bieten sich auch Eiweiß-Shakes an, um den Wiederaufbau von Muskelfasern nach der Belastung zu fördern.
  4. Wenn das vor Ort möglich ist, kannst du mit Massagen, ausschwimmen oder einem Saunabesuch die Regeneration verbessern.
  5. Leichte sportliche Betätigung am Folgetag hilft dir den Muskelkater rasch wieder los zu werden. Die Schmerzen verschwinden nach ein paar Minuten leichter Bewegung. Ideal sind: Schwimmen, Radeln, Wandern / Spazieren. Auf intensive sportliche Betätigung solltest du für zumindest einen Tag verzichten.
Die nächste Eiseinheit wird dann auf jeden Fall einfacher. Also viel Spaß und alles Gute für den Saisonauftakt, wünscht euch euer Team von Eishockey.cc