Was unterscheidet Anfänger von Profis? Für Außenstehende und Beobachter auf jeden Fall die Optik. Profis sehen (egal in welcher Sportart) geschmeidiger, koordinierter und einfach sportlicher aus. Auch beim Eishockey-Spielen ist das so. Doch bei vielen Sportarten hilft den Anfängern regelmäßiges Training, um zumindest die Optik zu verbessern.
Beim Eishockey-Spielen betrifft das hauptsächlich das eisläuferische Können und die Stocktechnik.
Anfänger kommen meistens nicht mit dem Spieltempo und der Aktionsgeschwindigkeit von Fortgeschrittenen mit. Beim Tempo liegt das oft an der Schrittfrequenz und dem eisläuferischen Können. Wenn du den Eindruck hast, daß andere Spieler immer schneller am Puck sind, kannst du dich in drei Schritten verbessern:

1) verbessere deinen Hockey-Stance!

Die richtige Stellung am Eis und die korrekte Schnürung der Eisschuhe verbessern den Bewegungsradius beim Eislaufen. Die Abdruck-Zone der Kufen am Eis verlängert sich und damit die Möglichkeit Druck auf das Eis zu bringen, was wiederum größere Beschleunigung bedeutet. Außerdem verbessert sich dadurch die Balance und damit die allgemeine Beweglichkeit.

2) erhöhe die Schrittfrequenz!

Klingt einfach, ist es aber nicht. Diese Verbesserung hängt stark mit Kondition und muskulärer Fitness zusammen. Doch mehr Schritte bedeuten auch mehr Tempo. Nutze hier z. B. das Beschleunigen mittels kleinerer Schritte beim Laufen aus der Kurve. Durch das Übertreten müssen hier die Schritte kürzer ausfallen. Wenn du in Nähe des Zieles kommst, reduzierst du die Frequenz wieder, um eine möglichst gut ausbalancierte Haltung erreichst und damit für den Abschluß, den Torschuß in bester Position bist.

3) Starte mit explosiven Schritten!

Immer wieder kommt es am Eis zu Laufduellen. Wer ist schneller am freien Puck? Hier zählt ganz klar die Geschwindigkeit. Vielleicht ist dir aber schon einmal aufgefallen, dass viele Spieler im Kampf um den Puck zurückstecken, wenn sie ihn nicht vor dir erreichen können. Wenn du also schon beim Laufen zum Puck einen halben Schritt vor ihnen bist.
Diesen Vorteil kannst du dir erarbeiten indem du die ersten 3 bis 5 Schritte aus dem Stand möglichst explosiv absolvierst.
Anstatt locker loszurennen konzentriere dich darauf richtig loszusprinten. Du musst den Sprint dann gar nicht über die gesamte Distanz durchhalten können, es reicht wenn du deinen Ellbogen oder deine Schulter vor den gegnerischen Spieler bringen kannst und ihn so zu einem Umweg rund um deinen Körper zwingst.

4) Antizipiere!

Einen entscheidenden Vorteil kannst du dir durch „Antizipation“ also durch das Vorwegnehmen oder Vorahnen einer Aktion verschaffen. Sieh es doch einmal so: Wenn du üblicherweise durch deine geringere Geschwindigkeit einen klaren Nachteil hast, kannst du vielleicht, wenn du „früher startest“ einen Vorteil bekommen. Natürlich im Rahmen der Regeln (also nicht vor dem Puck über die blaue Linie ins Angriffsdrittel fahren, usw.). Damit hängt eine Entwicklung des Spielverständnisses zusammen.
Na dann ist doch alles klar!? Viel Spaß beim Üben und vielleicht helfen diese Tipps ja, um im Playoff noch das gewisse Quäntchen zulegen zu können.