Mit dem Frühling nähert sich auch das Ende der Eishockey-Saison. Und damit heißt es schön langsam die Eishockey-Ausrüstung einzulagern, oder sollten wir sagen „einzusommern“?! Damit die Lagerung nicht in schimmligen, rostigen oder stinkenden Eishockey-Sachen endet, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Der leichteste Teil der ganzen Einlagerung sind die Textilien. Trikots, Stutzen und Tiefschutz-Unterhose können ganz einfach per Waschmaschine gewaschen und anschließend im Kasten oder einer Kiste trocken gelagert werden. Etwas kniffliger wird es bei den eigentlichen Ausrüstungsteilen.

Essigwasser – damit es nicht stinkt

Wer Eishockey spielt, weiß: Die Schoner und Schützer saugen den Schweiß richtig auf und stinken nach kürzester Zeit fürchterlich. Ein Grund dafür sind die Bakterien und Mikroorganismen die im Schweiß ausgeschieden werden und die sich in feucht-warmem Ambiente vermehren können. Daraus resultiert der mäßig bis gar nicht aphrodisierende Duft des Equipments. Was unter der Saison zum Teil noch toleriert wird, muß über den Sommer aber nicht sein – doch das ist leichter gesagt als getan, denn Allheilmittel scheint dagegen noch keines gefunden zu sein.

Wir versuchen dennoch, ein paar aus unseren Recherchen resultierende Anregungen und Empfehlungen zu geben.
Manche Schoner lassen sich ganz einfach mit der Waschmaschine waschen (Pflegehinweise auf den Labels beachten), andere Teile müssen mit der Hand, oder können z. B. mit Wasserschlauch bearbeitet werden. Um den Geruch los zu werden, oder zumindest einzudämmen, empfiehlt „Frag Mama“ die Teile als erstes für mindestens 12 Stunden in der Badewanne oder einem Bottich in einem Essig-Wasser-Gemisch einzuweichen. Dafür könnt ihr Essigessenz oder neutralen Speiseessig verwenden. Damit die Teile dann aber nicht nach Essig riechen, müssen sie danach mit Wasser bzw. Spülmittel ausgewaschen werden (ideal natürlich in der Waschmaschine). Für jene, die es sich einfacher machen wollen, gibt es mittlerweile einige Spezialwaschmittel, die Erfolg versprechen – ob sie diese Versprechen auch halten, können wir leider nicht sagen.
Manche schwören auf einen ganz anderen Tipp, nämlich die Sachen über Nacht in der Gefriertruhe einzufrieren, um damit die Bakterien abzutöten – wer also genug Platz im Gefrierschrank hat, kann das ja probieren.

Trocknen, damit nichts schimmelt oder rostet

Anschließend heißt es die Teile ordentlich zu trocknen und erst dann trocken und kühl einzulagern. Aber Achtung: sind die Teile nicht wirklich trocken, droht Schimmelbefall – also besser etwas länger in der Sonne und im Wind hängen lassen, damit die Polsterung der Schoner nicht nur oberflächlich, sondern auch innen wirklich trocken ist und dann erst verstauen.

Wer will kann in der Hockeytasche oder der Kiste auch künstliche Duftspender oder Lavendel-Sackerl deponieren (wie auch im Schuh oder Kleiderschrank üblich), damit der Geruch auf jeden Fall angenehm ist, wenn die Sachen wieder ausgepackt werden. Es muß ja kein Rosenduft sein – denn mit dem wirst du in der Eishockeykabine wahrscheinlich etwas komisch angeschaut werden.

Was für die übrigen betroffenen Familienmitglieder oder Mitbewohner hilfreich ist: Stellt doch einfach in der Nähe der Eishockey-Lagerstätte einen Raumspray (da gibt es welche die automatisch alle paar Minuten sprühen) auf. Das übertüncht zumindest großteils den verbliebenen Geruch der Eishockey-Sachen.

Schuheinlagen raus – zuschnüren – Kufenschoner drauf

Die Eisschuhe sind ein eigenes Kapitel für sich. Hier empfiehlt es sich die Innen-Schuheinlagen rauszunehmen und die Schuhe auch ordentlich zu trocknen (evtl. etwas Zeitungspapier über Nacht reingeben um zu prüfen ob die Schuhe innen noch feucht sind) um das Rosten der Nieten zu verhindern. Die Nieten sind es schließlich, die den sicheren Halt der Kufe an den Schuhen garantieren.
Damit die Kufen selbst nicht rosten, sollten sie ganz einfach abgetrocknet, sauber abgewischt und mit Kufenschoner geschützt werden. Im Normalfall reicht das vollkommen aus. Wer sich nicht sicher ist, oder in der letzten Saison rostige Kufen hatte (ist meist ein Zeichen schlechterer Qualität), kann sie noch dünn einölen oder mit einem entsprechenden Silikon-Spray einsprühen.
Eine Kleinigkeit empfiehlt sich außerdem bzgl. der Schuhe zu tun: Diese sollten zumindest leicht zugeschnürt werden, damit die Passform am Schaft perfekt erhalten bleibt und bei Neustart der Saison keine verzogenen und verformten Schuhe warten.

Schläger einfach hinstellen oder ablegen

Das am unkompliziertesten einzulagernde Utensil sind die Eishockeyschläger. Diese benötigen keine wirklich spezielle Lagerung oder Verwahrung. Einfach auf einer passenden Ablage hinlegen oder mit der Schaufel nach oben in einer Ecke im Keller hinstellen. Hier sollten aus hygienischer Sicht dann einzig zu Beginn der neuen Saison frische Schlägertapes (Schaufel und Stockende) angebracht werden.

Die Themen bieten einige Kontroversen und eindeutig perfekte Vorschläge – vor allem zum Anti-Geruchs-Thema – konnten wir noch nicht finden. Teilt uns doch eure Erfahrungen mit, oder schickt uns eure Tipps und Vorschläge per mail oder via Twitter / Facebook.

Mehr Tipps für Eishockey-Einsteiger findet ihr hier: Tipps&Tricks