Jetzt ist sie bald da, die Jahreszeit in der keine Eisflächen verfügbar sind, keine Profiligaspiele stattfinden und selbst hart gesottene Eishockey-Freaks sich eine Auszeit vom „besten Spiel der Welt“ nehmen. Man kann die Zeit auch als „saure Gurken Zeit“ für Eishockeyspieler benennen.

Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, welche Sommer-Team-Spiele sich als Ersatz (natürlich nur als Überbrückung) anbieten und welche definitiv nicht. Dazu bewerten wir die Sportarten mit 1-5 sauren Gurken (1…“Mäh, so ein Sch…“; 5…“das könnt ihr mal probieren“).

1) Rollhockey:

Na das ist die nicht sehr einfallsreiche Variante. Quasi gleich, aber doch nicht! Abgesehen vom Hitzefaktor (klar, wenn das Eis fehlt) und dem unterschiedlichen Verhalten der Rollen gegenüber den Kufen ist die Ähnlichkeit natürlich gegeben. Also wer meint er kann damit fürs Eishockeyspielen trainieren, soll es ruhig probieren:

Fazit: 4 von 5 Gurken

2) Fußball:

Häh? Die spielen ja mit 11 Mann, nicht mit 6 und noch dazu mit Ball statt mit Puck. Aber natürlich ist der Anstrengungsfaktor gegeben. Im Notfall kann auch auf ein kleineres Spielfeld mit weniger Spielern gekickt werden. Natürlich fehlt das Stickhandling und damit die Schulung der Auge-Hand-Koordination. Absoluter Mäh-Faktor: das „Schwalbentraining“ bei Fouls – das ist gar nicht „Eishockey like“.

Fazit: 3 von 5 Gurken

3) Basketball:

Das ist definitiv spannend. Die Mannschaftsgröße ist ähnlich. Die Spielfeldgröße erzeugt ebenfalls ein relatives rasches Hin und Her im Spiel. Die Verwendung der Hände ist dem Eishockey grundsätzlich unähnlich, aber dennoch wird die Auge-Hand-Koordination und vor allem der Einsatz von Körpertäuschungen geschult.

Fazit: 4 von 5 Gurken

4) Volleyball / Beachvolleyball:

Hmm. Hier tun wir uns ehrlich gesagt etwas schwer Ähnlichkeiten bzw. sinnvolle Beziehungen zum Eishockey herzustellen. Die getrennten Spielfeldhälften, der Ball, das gezielte Hin- und Her Spielen: da fehlt der Bezug. Eine positive Auswirkung gibt es dennoch: die Sprungkraft, und damit die Schnellkraft in den Beinen, wird dabei trainiert.

Fazit: 1 von 5 Gurken

5) American Football:

Wow. Das ist eher etwas für die hartgesottenen Sportler. Man muß da einen gewissen masochistischen Drang haben. Denn American Football steht für Schmerzen, komplexe Spielabläufe und nochmals Schmerzen. Grundsätzlich ist das Spiel jedoch zu komplex, um es in kurzer Zeit näher kennen zu lernen und gezielt zu spielen. Ein wenig den Football hin und her werfen geht sich aber allemal aus.

Fazit: 2 von 5 Gurken

6) Lacrosse:

In Europa noch nicht so weit verbreitet wie in Nordamerika, ist dies eine Sportart ganz nach dem Geschmack von Eishockey-Spielern. Zugegeben spielen Eishockey-Profis im Sommer mit Sicherheit eher Golf als Lacrosse. Aber das kann auch mit der Intensität und Verletzungsgefahr zusammenhängen. Auf jeden Fall ist die Spielanlage, die Spielfeldaufteilung und die Intensität perfekt fürs Sommertraining. Die Verwendung des Schlägers paßt perfekt dazu.

Fazit: 5 von 5 Gurken

7) Floorball:

Ein Tipp von einem unserer Leser (danke an Andreas).

Floorball ist vor allem für die Hand-Augen Koordination sehr vorteilhaft. Das Spielfeld ist gleich wie beim Eishockey aufgebaut, wenn auch etwas kleiner. Es gibt keinen Körperkontakt oder Skaten, dafür ist das Spiel taktisch wiederrum dem Eishockey ähnlich.

Etwas ist uns dazu noch aufgefallen: immer wenn wir beim Eishockey gegen Spieler, die auch Floorball spielen, antreten haben wir kaum eine Chance denen den Puck abzunehmen. Da Spiel scheint sich also tatsächlich positiv auf das Stickhandling auszuwirken. 🙂

Fazit: 5 von 5 Gurken

 

Auch wenn euch dieser Überblick nicht wirklich in eurer Wahl der Sommer-Alternative hilft, so gibt es doch ein tröstliches Argument zum Abschluß: Auch dieser Eishockeylose Sommer, die heurige Saure Gurken Zeit, hat irgendwann ein Ende und dann heißt es wieder „Let’s play Hockey!“