Irgendwann ist es soweit, dann müssen sich auch Eishockey-Anfänger einem Duell stellen. Zwar keinem dramatischen Shoot Down mit Cowboyhüten und Pistolen, aber immerhin einem Duell Verteidiger vs. Stürmer, 1 gegen 1.

Nicht durch die Mitte mein Freund!

Für den Verteidiger gibt es hier ein „Horrorszenario“: der Stürmer stürmt an ihm einfach vorbei und er kommt einfach nicht hin bzw. nach. Für viele Hobby-Verteidiger, die in der Rückwärtsbewegung nicht so schnell sind wie gelernte Profis, heißt daß, sich zeitgerecht auf den Rückweg zu machen um Schwung zu holen.

Der Verteidiger hat nun einen grundlegenden Vorteil gegenüber dem Stürmer – er selbst stellt ein Hindernis dar, welches der Stürmer erst umkurven muß, um zum Tor zu gelangen. Wer dies verstanden hat, ahnt, daß der Verteidiger die Spielfeldmitte „zu machen“ muß, um dem Stürmer einen längeren „Umweg“ entlang der Bande aufzudrücken.

Close the gap

Ist der Stürmer aus seiner eigenen Verteidigungszone unterwegs in Richtung Verteidiger, sollte der auf einen Abstand von maximal 3 Schlägerlängen im Mitteldrittel achten. Je näher dieses „Tanzpaar“ nun in Richtung Tor kommt, umso kürzer wird der ideale Abstand („the gap“) zwischen Stürmer und Verteidiger.

Auf Höhe der blauen Linie sollten es noch maximal zwei Schlägerlängen sein und im Verteidigungsdrittel dann eher nur noch 1 Schlägerlänge. Durch dieses Verringern des Abstands, gerät der Stürmer unter Druck und wird umso mehr gezwungen in Richtung Bande auszuweichen oder den Puck abzuspielen.

Außerdem verringert der richtige Abstand die Wahrscheinlichkeit, daß der Stürmer mit Vollgas am Verteidiger vorbeirauschen kann.

Eishockey 1 gegen 1 Verteidigung

Situation: Durch ein Turnover ergibt sich eine Kontermöglichkeit für blau. Stürmer F2 ist in einer 1 gegen 1 Situation mit dem Roten Verteidiger D2. Der Verteidiger besetzt die Mitte der Eisfläche und zwingt den blauen Stürmer entlang der Bande vorzustoßen. Im Idealfall kann der Verteidiger den Stürmer an die Bande drängen und damit bremsen bzw. stoppen.

 

Welche ist die Backhandseite des Stürmers?

Gerade im Hobby-Eishockey-Bereich gibt es bei einem Großteil der Spieler eine schwächere Seite – nämlich die Backhand-Seite. Ein geschickter Verteidiger versucht, wenn er erkannt hat welche die Backhandseite des Stürmers ist, ihn auf diese Seite abzudrängen.

Warum soll er das tun? Ganz einfach deshalb, weil der Stürmer dann einen Pass zur Mitte oder in die Rundung mit der schwächeren Backhand spielen müßte.

Nutze den dritten Verteidiger!

Dritter Verteidiger – hä? Das ist natürlich nicht wörtlich gemeint, trifft aber vom Sinn her ganz gut zu.

Wenn es der Verteidiger schafft, den Stürmer an die Bande zu drängen, hilft diese wie ein weiterer Verteidiger mit. Der Verteidiger kann den Stürmer an die Bande drücken, dort fixieren, oder ihm einfach das Eindringen in die Angriffszone verwehren….wir haben übrigens noch nie einen Stürmer gesehen, der durch die Bande gefahren ist!

Die Optionen des Stürmers sind dann auch klar eingeschränkt – und die Verlangsamung des Angriffs sorgt dafür, daß die anderen verteidigenden Spieler zurückfahren und helfen können.

Zur Veranschaulichung haben wir euch ein Video rausgesucht (englisch).

Hier findet ihr weitere Tipps für Verteidiger, Stürmer und Goalies gibt es auf www.eishockey.cc

Viel Spaß beim Umsetzen!